Erich Thalmeier wird 80

Der Vater des Buchbacher Tennis wird 80

Erich Thalmeier feiert 80. Geburtstag. Zu diesem Jubiläum beglückwünscht die Tennis-Abteilung ihn von ganzem Herzen. Abteilungsleiterin Daniela Behrendt konnte Corona-bedingt nicht die Aufwartung machen, die das Ehrenmitglied verdient gehabt hätte. Sie ließ es sich aber nicht nehmen, Glückwünsche zu übermitteln.

Erich Thalmeier hat viel für den Tennissport getan, motiviert durch sein Motto; „Tennis ist nicht alles, aber ohne Tennis ist alles nichts“. Mitglied und ehemaliger Vize-Abteilungsleiter Hans Geiselbrechtinger lobt Erich Thalmeiers Fähigkeiten als Tennis-Abteilungsleiter von 1987 bis 1999: „In dieser Funktion war Erich einmalig. Sein Planungstalent und seine Zähigkeit waren grenzenlos“. Gefühlt 70 Mal habe der Architekt die Tennisanlage umgeplant, bis sie endlich genehmigt wurde. 1992 war es dann soweit: Die Vier-Platz-Anlage konnte eingeweiht werden. „Ein schöner Tag“, sagte Erich Thalmeier damals beim Festakt. Doch der heute 80-Jährige gab sich erst zufrieden, als pünktlich zum 25. Jubiläum der Abteilung 1998 auch das schmucke Vereinsheim seiner Bestimmung übergeben werden konnte. Erst dann sah er seine Mission erfüllt. Bis heute profitiert die Abteilung von Erich Thalmeiers Engagement. „Von Nah und Fern bekommen wir immer wieder positives Feedback über unsere schöne Anlage“, sagt Daniela Behrendt.

Insgesamt war der Buchbacher 25 Jahre für Tennis und den TSV ehrenamtlich tätig. Als Abteilungsleiter sei er stets demokratisch vorgegangen, meint Hans Geiselbrechtinger augenzwinkernd: „Jeder hat seine Meinung sagen dürfen, am Schluss wurde abgestimmt und dann hat’s der Erich so g’macht, wie er wollte.“

Unübertroffen ist Erich Thalmeier auch als Organisator von Vereinsmeisterschaften. Nicht eine einzige Meisterschaft habe er abgesagt, wenn sich nicht genügend Spieler fanden, wurden welche von auswärts geholt. Einmal hätten, so erinnert sich Hans Geiselbrechtinger, sogar drei Auswärtige im Viertelfinale gespielt. Erich Thalmeier selbst ist sieben Mal im Einzel ins Finale gekommen und hat sieben Mal verloren. Im Jahr 2000 feierte er ein Comeback: Als „Reservist“ stieg er mit den Herren 40 in die Bezirksklasse auf.

Hinter jedem erfolgreichen Mann steht auch eine besondere Frau. Und das weiß auch Erich Thalmeier. Seiner Annemarie, die stets gut gelaunt, freundlich und hilfsbereit Erichs Rücken stärkte, brachte er oft ein abgeschnittenes Röschen aus dem Lokal, in dem die Tennis-Freunde nach der Partie eingekehrt waren, mit.

„Phänomenal“ sei das Ballgefühl des Jubilars. „Wenn er einmal warm gespielt ist, so nach zwei bis drei Sätzen, dann setzt er seinem Gegner Stopps, Lobs und Passierbälle“, wissen nicht nur seine langjährigen Tenniskollegen. Auch jüngere Mitglieder haben anfangs den älteren Herren unterschätzt und dann baff gestaunt, wie raffiniert und gekonnt er seinen Gegnern die Bälle rüberzwirbelte. Verwirrend für seine Gegner kann auch seine spezielle Zählweise sein: „Da ist man nach dem ersten Punkt, den man selber gemacht hat, ganz schnell 0:30 im Rückstand“, weiß Hans Geiselbrechtinger. „Aber das macht er nicht mit Absicht und wenn doch, dann meint er es nicht böse.“

Bis heute spielt Erich Thalmeier sein geliebtes Tennis, allerdings frönt er mittlerweile eher dem gemütlichen „Wandertennis“, aber das Mittwoch Doppel ist ihm heilig. Das Vereinsleben ist ihm wichtig, er ist immer gerne mit von der Partie und trägt zur guten Stimmung bei. In guter Erinnerung sind bei den Tennisfreunden die Fahrt nach Italien, Tenniscamps in Kroatien und gemeinsame Golfurlaube. Im Winter organisiert er nach wie vor die Hallenrunde in Vilsbiburg, die diese Saison wegen der Pandemie ausfallen musste, was Erich Thalmeier gar nicht glauben wollte.

Obwohl der Architekt im Ruhestand stets aktiv und jugendlich blieb, bevorzugt er in mancher Hinsicht das Traditionelle. „Digital ist nicht so Erichs Ding“, sagt Daniela Behrendt schmunzelnd. Deshalb bekommt er sämtliche Einladungen auch persönlich vorbeigebracht. Und zum Geburtstag gab es auch keine Email, sondern Daniela Behrendt legte im Namen der Tennisabteilung ein Geschenk und eine Karte coronabedingt vor der Haustür des Ehrenmitglieds, Treibers und Förderers des Tennis ab. „Wenn er auch seinen runden Geburtstag nicht groß feiern kann, so weiß ich, dass sich Erich schon jetzt auf das 50. Jubiläum der Tennisabteilung im Jahr 2023 freut“, sagt die Abteilungsleiterin.