Bild: Abteilungsleiter Georg Hanslmaier (links) und Sportlicher Leiter Andreas Bichlmaier freuen sich über die Rückkehr von Jonas Wieselsberger.
Neuzugang - Rückkehr des „verlorenen Sohns“
Verteidiger Jonas Wieselsberger unterschreibt bei den Rot-Weißen bis 2027
Zweiter Winter-Zugang für den TSV Buchbach nach Philipp Zimmerer von der SpVgg Unterhaching: Mit Jonas Wieselsberger (27) kehrt nach einigen Profistationen ein alter Bekannter zu den Rot-Weißen zurück und unterschreibt einen Vertrag bis Juni 2027.
„Wir sind sehr froh, dass Joe wieder heimgekommen ist. Man sieht sich ja meist zweimal im Leben, da ist es gut, wenn man im Guten auseinandergegangen ist“, freut sich Abteilungsleiter Georg Hanslmaier über die Rückkehr des 27-jährigen Verteidigers, der ja schon von 2019 bis 2023 das rot-weiße Trikot getragen hat. „Wir waren immer im Kontakt, deswegen ist es schön, dass es geklappt hat“, so Wieselsberger, der nach seinem Engagement in Buchbach je eine Spielzeit bei der SpVgg Bayreuth und bei den Würzburger Kickers als Stammkraft aufgelaufen ist. „Sportlich war das schon eine geile Zeit, wenn man mal unter Profibedingungen kicken kann, aber man muss auch realistisch sein und abwägen, was die Zukunft bringt.“
Im vergangenen Sommer hat Wieselsberger sein Bachelor-Studium im Wirtschafts-Ingenieurwesen abgeschlossen, wohnt aktuell wieder bei seinen Eltern in der Nähe von Landshut und will jetzt im Beruf Fuß fassen. „Mit Joe bekommen wir einen Top-Regionalliga-Spieler, der das Umfeld kennt und deswegen auch keine Anlaufschwierigkeiten haben wird. Er weiß genau, auf was er sich hier einlässt“, erwartet Hanslmaier einen reibungslosen Wiedereinstieg. Im vergangenen Halbjahr stand Wieselsberger beim portugiesischen Drittligisten SU 1º Dezembro unter Vertrag, kam da aber nach dem Ausstieg des deutschen Investors nur viermal zum Einsatz: „Das ist etwas blöd gelaufen. Am Anfang habe ich etwas gebraucht, bis ich reingekommen bin und als der Investor dann das Geld rausgezogen hat, bin ich nicht mehr zum Zug gekommen. Da hat man schon gemerkt, dass der Verein nicht mehr auf die ausländischen Spieler setzt.“ Grundsätzlich hat Wieselsberger den Abstecher nach Portugal aber aufgrund der hohen Lebensqualität in der Nähe von Lissabon schon sehr genossen: „Bei dem guten Wetter kann man in der Nähe vom Meer und einer schönen Stadt schon gut leben.“
Anfang Januar war der Rechtsfuß dann noch 14 Tage beim Hallescher FC im Probetraining, konnte dort auch überzeugen, weil sich aber ein Offensivspieler verletzt hat, setzte der Nordost-Regionalligist dann andere Prioritäten. „Ich habe in Portugal bis zum 21. Dezember trainiert, war dann ab 7. Januar in Halle, von der Fitness her sehe ich keine Probleme. Da sollte ich vielleicht sogar weiter sein als meine Mitspieler, die ja erst später ins Training eingestiegen sind.“
Für Buchbachs Sportlichen Leiter Andreas Bichlmaier ist die Rückkehr von Wieselsberger ein „willkommenes Geschenk“, bei dem er gerne zugegriffen hat: „Grundsätzlich haben wir ja auf seiner Position nicht zwingend Handlungsbedarf, weil wir mit Samed Bahar einen der besten Außenverteidiger der Liga haben, aber Joe ist ja variabel einsetzbar, überzeugt mit seiner Schnelligkeit und seinen guten Flankenläufen. Für uns ist seine Rückkehr auch in der Breite ein enormer Qualitätsgewinn.“
Ob Wieselsberger mit einem Gastspielrecht bereits am Samstag um 11.30 Uhr auf dem Kunstrasen an der Grünwalder Straße beim Test gegen den TSV 1860 München II auflaufen kann, entscheidet sich wahrscheinlich kurzfristig.
Nach den jüngsten Schneefällen haben die Buchbacher jedenfalls den eigenen Kunstrasenplatz am Donnerstag mit 50 Mann per Hand geräumt, damit der Trainingsbetrieb uneingeschränkt weiterlaufen kann. Hanslmaier: „Viele Vereine räumen den Kunstrasen ja maschinell, aber dann besteht eben immer die Gefahr, dass gefährliche Eisplatten entstehen.“
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