Bild: Albano Gashi verwandelte seinen vierten Foulelfmeter am Samstag in der vierten Minute der Nachspielzeit zum 2:2.
Buchbacher Monsterschlussspurt belohnt
Bahar und Gashi sorgen in der Nachspielzeit für ein 2:2 bei Schwaben Augsburg
Was für ein irrer Schlussspurt des TSV Buchbach am Samstag beim TSV Schwaben Augsburg: Die Rot-Weißen lagen am 22. Spieltag der Fußball-Regionalliga Bayern bis zur 92. Minute mit 0:2 zurück, holten aber dann doch noch einen Punkt: Samed Bahar per Kopf und Albano Gashi per Strafstoß besorgten den nicht mehr für möglich geglaubten 2:2 (1:0)-Endstand.
„Die Mannschaft hat bis zur letzten Sekunde an sich geglaubt. Bei so einem Spiel kann man schon mal nach 89 Minuten aufstecken, aber die Mannschaft hat immer Haltung bewahrt. Nach außen hin ist dieses Ergebnis natürlich Wahnsinn“, lobt Buchbachs Trainer Marc Unterberger seine Truppe und ergänzte „In der Vorbereitung haben wir gegen Erlbach auch schon mit 0:3 zurückgelegen und haben dann in Unterzahl noch 3:3 gespielt. Damals habe ich gesagt, dass so ein Spiel für den Glauben noch viel wert sein kann und letztlich ist es jetzt genauso gekommen.“
Ganz anders natürlich die Gefühlslage bei Augsburgs Spielertrainer Matthias Ostrzolek: „Wir haben über 90 Minuten ein sehr gutes Spiel gemacht, aber es gibt halt auch eine Nachspielzeit, in der wir einige Sachen nicht so gut gemacht haben. Wir sind selbst schuld, dass wir die drei Punkte nicht bei uns behalten haben. Es ist absolut enttäuschend.“
Die Schwabenritter, die ja letzte Woche ein 2:1 in Aschaffenburg feiern konnten, legten beherzt los und gingen bereits in der 10. Minute in Front, als Dennis Ruisinger eine Flanke von Felix Schwarzholz am zweiten Pfosten energisch über die Linie hämmerte. Der Führungstreffer gab den Hausherren weiter Aufwind und Buchbach konnte sich gleich mehrmals bei Keeper Ludwig Zech bedanken, dass das Kellerkind bis zur Pause nur mit 1:0 in Front lag. Nach knapp einer Stunde konnten die Gastgeber dann aber tatsächlich zum zweiten Mal jubeln, als Rasmus Fackler-Stamm eine Ecke mit etwas Glück ins Zentrum beförderte, wo Mark Radoki aus kurzer Distanz Danke sagte (59.) – die Messe schien also schon gelesen!
„Wir hatten 70 Prozent Ballbesitz, sind aber nicht in die Räume gekommen und haben Schwaben Augsburg immer wieder die Möglichkeit zum Kontern gegeben. Genau das wollten wir ja vermeiden. Insgesamt war unsere Leistung einfach nicht besonders gut“, fasst Unterberger den Spielverlauf bis zum 2:0 zusammen. Nach dem Zwei-Tore-Rückstand erarbeiteten sich die Rot-Weißen dann aber auch zusehends Möglichkeiten, so scheiterte Gashi in der 67. Minute an Keeper Iason Drobny, der auch bei einem Kopfball von Bahar zunächst Sieger blieb.
In der 92. Minute war es dann aber der eingewechselte Philipp Zimmerer, der mit einer weiten Flanke den Kopf von Bahar am zweiten Pfosten fand und der dieses Mal den Ball über die Linie drückte – die Hoffnung lebte also wieder! Und tatsächlich: Nach einem weiten Schlag und einer Kopfballverlängerung behinderten sich Odin Redier und Ostrzolek gegenseitig, Zimmerer war durch und wurde dann von Drobny geklammert: Strafstoß für Buchbach, Spezialist Gashi behielt vom Punkt die Nerven und verwandelte sicher zum 2:2-Endstand (90. + 4).
TSV Schwaben Augsburg: Drobny – Schaber, Redier, Fackler-Stammm, Herzig (62. Della Schiava), Ruisinger – Schwarzholz (85. Greisel), Ostrzolek – Radoki (70. Ramser), Keereerom, Heiß (90. Lubric). Spielertrainer: Ostrzolek.
TSV Buchbach: Zech – Bahar, Hingerl, Tavra, Wieselsberger (81. Walter) – Orth (70. Zimmerer), Hirtlreiter (46. Mehring), Gashi, Ammari (61. Ivelj), Heiland – Stoßberger. Trainer: Unterberger.
Tore: 1:0 Ruisinger (10.), 2:0 Radoki (59.), 2:1 Bahar (90. + 2), 2:2 Gashi (90. + 4, Foulelfmeter);
Schiedsrichter: Perl (SV Pullach); Zuschauer: 367.
Gelb: Drobny (90. + 3).
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