Bild: Hele Wirth 2010 beim TSV Buchbach, dem er bis zum Schluss freundschaftlich verbunden war.
Fußball-Bayern trauert um Hele Wirth
Trainer-Legende am Dienstag im Alter von 69 Jahren völlig unerwartet verstorben
Noch am vergangenen Freitag hat er sich beim Regionalliga-Spiel zwischen dem TSV Buchbach und der SpVgg Bayreuth mit alten Bekannten bestens unterhalten, hat Pläne geschmiedet, war voller Lebensfreude und die Feierlichkeiten für seinen 70. Geburtstag am 6. Mai besprochen – am Dienstagvormittag ist Hele Wirth völlig unerwartet verstorben und ganz Fußball-Bayern trauert um die beliebte Trainerlegende.
Helmut Wirth war aufgrund seiner sympathischen Art ein positiver Menschenfänger im besten Sinne, einer, der überall beliebt war und sich bei seinen zahlreichen Trainerstationen in ganz Bayern Freunde gemacht hat. Unter anderem beim TSV Buchbach in der Bayernliga, beim TSV Ampfing in der Landesliga und auch beim damaligen FC Traunstein. Seinen größten Erfolg feierte Wirth bei der SpVgg Landshut an der Seite von Karsten Wettberg, einst der „kleine König von Giesing“, der die Münchner Löwen aus der Bayernliga wieder in den Profifußball führte. Als Co-Trainer von Wettberg gelang Wirth das Kunststück, die „Spiele“ 1986 zum Titelgewinn in der Bayernliga zu coachen, die damals dritthöchste Spielklasse.
Als junger Fußballer ist Wirth bei der „Spiele“ am Hammerbach groß geworden, ehe er schon früh seine Trainer-Passion entdeckte, die A-Lizenz erworben hat und bei 17 Vereinen in ganz Bayern, unter anderem auch beim damaligen Bayernligisten TSV Aindling, erfolgreich wirkte.
„Mit dem Fußball konnte ich nie abschließen, das hat mich immer gereizt, ich wollte immer die 1.000 Spiele als Trainer voll machen, das ist mir aber leider nicht gelungen. Letztes Jahr habe ich dann meinen Frieden mit dem Fußball gemacht, habe mir nur noch wenige Spiele angeschaut, will aber jetzt wieder öfter kommen “, hat Wirth noch am Freitag in Buchbach von seinem Abschiedsspiel erzählt, als er eine „Landshuter Auswahl“ zusammenstellen konnte, die im August im niederbayerischen Ast unter gewaltigem Zuschauerzuspruch gegen das Team „Bananenflanken Legenden“ ihm zu Ehren gespielt hat. Mit dabei damals unter anderem Benjamin Lauth, Tobias Schweinsteiger, Torben Hoffmann und Stefan Reisinger.
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