Bild: Glück für Vladyslav Vertei, dass dieser Kopfball von Tizian Zimmermann auf die Latte klatschte.

Buchbach lässt Struktur vermissen

1:1 gegen Aubstadt nach erneut langer Überzahl – Stoßberger mit dem Führungstreffer

Die von Trainer Sven Zurawka proklamierte Reifeprüfung ist dem TSV Buchbach am Freitag nur halb gelungen: Die Rot-Weißen mussten sich am vierten Spieltag der Fußball-Regionalliga Bayern mit einem 1:1 (1:0) gegen den TSV Aubstadt begnügen. Vor 564 Zuschauern konnten die Rot-Weißen ihre numerische Überlegenheit in der zweiten Halbzeit nicht in den zweiten Heimdreier ummünzen, bleiben aber, wie auch der Gegner, ungeschlagen und haben einen mehr als respektablen Saisonstart hingelegt.

Die ersten zehn Minuten gehörten eindeutig den Gästen, die mit viel Druck auf den Platz kamen und immer wieder gefährliche Vorstöße initiieren konnten. Mit viel Ballbesitz, sicheren und schnellen Kombinationen brachten die Grabfelder die Hausherren ein ums andere Mal in Bedrängnis. „Man muss Aubstadt da schon mal ein Kompliment machen. Das ist eine sehr, sehr gute Mannschaft. Von uns war das in dieser Phase nicht so gut“, musste Zurawka einräumen, dessen Mannschaft zunächst überhaupt nicht ins Spiel fand, keinen Zugriff hatte und auch den einen oder anderen Wackler im Defensivverbund offenbarte.

Dennoch zeigte sich auch schnell die Qualität der Hausherren, die in der zwölften Minute eiskalt zuschlugen: Kapitän Samed Bahar, der ja neben Lionel Messi und Harry Kane um das Tor des Monats in der ARD-Sportschau konkurriert, eroberte den Ball, steckte auf Tobias Heiland durch, der die Übersicht behielt, den mitgelaufenen Tobias Stoßberger bediente, der aus spitzem Winkel zum etwas überraschenden 1:0 einnetzte. Buchbach in der Folge mit Rückenwind, aber in der 18. Minute musste Ludwig Zech gegen Severo Sturm eine Monsterparade auspacken, um den Ausgleich zu verhindern. Auf der anderen Seite hätten Joe Wieselsberger mit einem brachialen Knaller und Tizian Zimmermann, dessen Kopfball auf die Latte klatschte, die Führung ausbauen können. Bei einer weiteren Möglichkeit nach einer guten halben Stunde Pause rettete Tim Hüttl nach Zuspiel von Tobias Sztaf gerade noch vor Heiland.

Nur vier Minuten nach dem Seitenwechsel sah Aubstadts Max Grimm nach hohem Bein wegen wiederholtem Foulspiels Gelb-Rot, doch Buchbach konnte die Überzahl nicht nutzen. Ganz im Gegenteil: In der 66. Minute entwischte der agile Sturm der Buchbacher Defensive und markierte mit einem satten Diagonal-Schuss vom linken Flügel den Ausgleich.

Aubstadt verteidigte das Unentschieden nun sehr entschlossen, während die Buchbacher erfolglos anliefen. „Wir wollten zu schnell zu viel, standen auf der Achterposition zu hoch“, monierte Zurawka. Richtig gefährlich kamen die Rot-Weißen, die sich in zu viele Einzelaktionen verstrickten, kaum noch vors Tor. Da fehlte eindeutig der Masterplan, die zündende Idee, wobei man natürlich auch die Leidenschaft der Aubstädter hervorheben muss, die alle Räume zuliefen und sich die Punkteteilung redlich verdienten. Zurawka: „Wir haben über Teile des Spiels die Struktur vermissen lassen und haben es, das muss man ehrlicherwiese zugeben, auch nicht mehr so gut gespielt. Insgesamt geht das Unentschieden über die 90 Minuten gesehen schon in Ordnung.“

Für Aubstadt geht es bereits am Dienstag gegen die Münchner Löwen weiter, Buchbach ist am Freitag bei Schlusslicht Ansbach zu Gast.

TSV Buchbach: Zech – Wieselsberger, Zimmermann, Walter, Dzemailji – Auerhammer (86. Ivelj), Bahar – Sztaf (86. Zimmerer), Gashi (72. Muteba), Heiland (58. Haas) – Stoßberger. Trainer: Zurawka

TSV Aubstadt: Vertei – Pitter, Hüttl, Behr (45. + 1 Weiß), Feser – Sturm, Nickel, Moll, Endres (63. Helmer) – Grimm, F. Bozesan (79. Eckstein). Trainer: C. Bozesan.

Tore: 1:0 Stoßberger (12.), 1:1 Sturm (66.)

Schiedsrichter: Ehrnsperger (1. FC Rieden)

Zuschauer: 564

Gelb: Dzemailji, Muteba – Grimm, Nickel F. Bozesan, Weiß

Gelb-Rot: Grimm (49.) wegen wiederholten Foulspiels.

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