Bild: Kapitän Samed Bahar feiert seinen Treffer zum 2:1.

Buchbach jetzt alleiniger Tabellenführer

Hart erkämpfter 2:1-Erfolg gegen Bayreuth – Trainer Zurawka: „Glücklicher Sieg“

Tabellenführer TSV Buchbach – hört sich gut an und sorgt natürlich im Lager der Rot-Weißen für beste Stimmung. Nach dem hart erkämpften 2:1 (2:1) am Samstag gegen die SpVgg Bayreuth bleibt der TSV Buchbach weiter ungeschlagen und hat mit 14 Punkten nach sechs Spieltagen einen Start nach Maß hingelegt. „18 Punkte wären mir noch lieber, aber ich weiß ja, wo wir herkommen“, sagt der ehrgeizige Trainer Sven Zurawka, wohl wissend, welches Ausrufezeichen das Gründungsmitglied der Fußball-Regionalliga Bayern bislang gesetzt hat.

Und welche Euphorie seine Mannschaft mit dem bisherigen Auftreten entfacht hat: Gerade vor dem Pokal-Knaller am Dienstag um 19 Uhr bei den Münchner Löwen im Grünwalder. „Da wollen wir eine Runde weiterkommen“, macht Zurawka kein Hehl aus seinen Ambitionen.

Beim 2:1 am Samstag sahen die 709 Zuschauer vor allem im ersten Abschnitt eine sehr intensive Partie mit einigen Höhepunkten auf beiden Seiten. Die Altstadt hätte durch Kelvin Onuigwe bereits früh in Führung gehen können, doch den ersten Treffer setzen die Gastgeber als Jonas Wieselsberger in der 8. Minute vom rechten Flügel entschlossen abzog und Felix Schäffner die Kugel unhaltbar in die eigenen Maschen abfälschte. Die Partie wogte in der Folge hin und her, die nächste gute Möglichkeit hatten die Gastgeber, doch Tobias Heiland verpasste die aufspringende Maßvorlage von Tobias Stoßberger um die berühmte Stiefelspitze (22.) – das hätte schon die Vorentscheidung sein können!

So aber kamen die Gäste in der 25. Minute zurück, als die Rot-Weißen nicht energisch genug das eigene Zentrum bewachten und der starke Onuigwe Patrick Schreder in Position brachte, der mit einem platzierten „Kuller-Ball“ via Innpfosten den Ausgleich markieren konnte. Pierre Weber hatte wenig später den Führungstreffer für die Oberfranken auf dem Schlappen, zirkelte die Kugel aber über den Kasten und so schlugen die Hausherren in der 38. Minute eiskalt zurück, als Daniel Muteba an der Strafraumgrenze drei Bayreuther ins Leere laufen ließ und Kapitän Samed Bahar mit seinem vierten Saisontreffer flach neben den Pfosten traf. „Eine tolle Kombination“, lobte Zurawka, während sich sein Gegenüber Lukas Kling schwertat, um den Rückstand einzuordnen: „Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Aber wir reden immer von einem Lernprozess, dann müssen wir auch mal in Führung gehen und das Spiel killen. Ich komme ja gerne nach Buchbach und selten waren wir hier so dominant, aber am Ende konnten wir das Spiel halt wieder nicht auf unsere Seite ziehen.“

Im zweiten Abschnitt mühten sich die starken Gäste dann noch auf hohem Niveau gegen eine gute gestaffelte Buchbacher Defensive vergeblich, hatten viel Ballbesitz, waren aber nach 70 Minuten platt, zumal sie ja noch den im Elfmeterschießen verlorenen Pokalfight vom Dienstag in Aubstadt in den Knochen hatten. Buchbach versäumte es bei guten Möglichkeiten von Faton Dzemailji, der knapp neben den Pfosten zielte und Tobias Stoßberger, der eine perfekte Flanke von Tobias Sztaf knapp über die Latte köpfte, den Sack eher zuzumachen, brachte aber den Sieg über die Zeit. „Ein glücklicher Erfolg, die erste Halbzeit war ausgeglichen, nach der Pause haben wir nicht mehr viel zugelassen. Wie wir da verteidigt haben, darauf können wir aufbauen“, so Zurawka, dessen Team bislang nur fünf Gegentore kassiert hat, aber mit 14 eigenen Treffern schon einen aktuellen Bestwert aufstellen konnte.

TSV Buchbach: Zech – Wieselsberger, Zimmermann, Walter, Dzemailji – Bahar – Haas (71. Sztaf), Gashi, Muteba (62. Ivelj), Heiland – Stoßberger (87. Zimmerer): Trainer: Zurawka.

SpVgg Bayreuth: Zahaczewski – Fries, Jeck, Schäffner, Zietsch – Weber (65. Kraus), Latifovic, Markert (59. Shaqiri), Doll (65. Greißinger) – Scheder (82. Gindel), Onuigwe (82. Ham). Trainer: Kling

Tore: 1:0 Wieselsberger (8.), 1:1 Scheder (25.), 2:1 Bahar (38.)

Schiedsrichter: Ostheimer (TSV Sulzberg)

Zuschauer: 709.

Gelb: Muteba, Bahar – Fries, Latifovic, Kasten

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