Bild: Buchbachs Romeo Ivelj (re.) rechtfertigt Startelfeinsatz mit ansprechender Leistung.

Drittes Remis für den TSV Buchbach

Die Rot-Weißen bleiben ungeschlagen im neuen Jahr – Zwei Elfmeter für Buchbach – 30-Punkte-Marke geknackt

„Letzte Woche hat es sich glücklich angefühlt, aber heute sind wir ein Stück weit enttäuscht, weil wir das Spiel in der ersten Halbzeit für uns entscheiden müssen“, trauerte Buchbachs Trainer Marc Unterberger dem verpassten Sieg am Freitagabend gegen die SpVgg Bayreuth nach. Mit dem 1:1 (1:1) gegen die „Oldschdod“ und dem dritten Remis unter seiner Regie knackten die Rot-Weißen aber immerhin am 23. Spieltag der Fußball-Regionalliga Bayern die ominöse 30-Punkte-Marke.

Gegenüber dem 2:2 vergangene Woche beim TSV Schwaben Augsburg hat der amtierende Vizemeister gegen die mit vier Punkten gut gestarteten Bayreuther auf alle Fälle deutliche Fortschritte gemacht. Wohl auch weil einige Startelf-Umstellungen durchaus Früchte getragen haben: Kapitän Philipp Walter stand wieder in der Viererkette, dafür rückte Rocco Tavra auf die Sechs vor und machte da ebenso einen guten Job wie Romeo Ivelj, der als Achter viel Übersicht bewies. Positiv auch: Winter-Rückkehrer Jonas Wiesedlsberger hatte den brandgefährlichen Maximilan Fesser gut im Griff und nahm damit den Gästen viel Schwung.

„Wir haben eine überragende erste Hälfte gespielt“, befand Unterberger, angesichts der schwierigen Platzverhältnisse war es zumindest mehr als ordentlich – recht viel mehr kann man um diese Jahreszeit nicht erwarten, wie auch Gäste-Coach Lukas Kling deutlich machte: „Ich war ja schon öfter hier, aber dieses Mal war der Platz wirklich unter aller Sau.“

Die Partie am Freitag war gerade mal fünf Minuten alt, als Schiedsrichter Elias Wörz (TSV Friesenried) die erste gravierende Entscheidung treffen musste und nach einem Foul von Alexander Seidel an Tobias Stoßberger einen Strafstoß gegen Bayreuth verhängte: Albano Gashi, bislang bei vier Versuchen vom Punkt viermal erfolgreich, trat an, donnerte die Kugel aber an die Latte. Dafür durften dann aber die Gäste in der 13. Minute jubeln, als Kevin Hingerl den Ball nicht unter Kontrolle brachte, Davide Sekulovic mutterseelenallein vor Ludwig Zech auftauchte und dem Buchbacher Schlussmann das Nachsehen gab – ein geschenkter Treffer! Unterberger: „So etwas passiert einfach mal im Fußball.“

In der Folge verteilte Spielanteile, Bayreuth kam so gut wie gar nicht in die Buchbacher Box, Buchbach wirkte etwas zwingender und hätte bei einem gefährlichen 50 Meter Fernschuss von Schlitzohr Gashi fast das 1:1 erzielt. Letztlich benötigten die Buchbacher in der 26. Minute einen weiteren Strafstoß, um den Ausgleich zu markieren – Gästekeeper Lucas Zahaczewski fällte Andreas Hirtlreiter und Samed Bahar verwandelte diesmal sicher. Buchbach blieb bis zur Pause am Drücker, hatte noch Chancen durch Gashi und Tobias Heiland, während Wieselsberger auf der anderen Seite gegen Patrick Scheder retten musste. Unterm Strich wäre eine Halbzeit-Führung für die Hausherren aber allemal verdient gewesen.

Im zweiten Abschnitt taten sich beide Mannschaften noch schwerer, da wurde viel gebolzt, konstruktive Spielzüge hatten Seltenheitswert. In der 78. Minute hätte Scheder aber den Siegtreffer für Bayreuth erzielen müssen, scheiterte aber am glänzend parierenden Zech, ehe auf der anderen Seite Stoßberger den Lucky Punch verpasste.

„Beide Elfmeter waren berechtigt, wir hatten Glück, dass wir nicht gleich in Rückstand geraten, nach der Pause hatte jede Mannschaft eine gute Chance, insofern geht das Remis in Ordnung, mehr habe ich nicht zu sagen, weil es in spielerischer Hinsicht nicht viel gab“, fasste Kling zusammen, während Unterberger vor allem der erste Abschnitt Mut machte: „Wenn wir an diese Leistung nächste Woche in Burghausen anknüpfen können, dann gibt es wahrscheinlich auch den ersten Dreier.“

TSV Buchbach: Zech – Bahar, Hingerl, Walter, Wieselsberger – Tavra (70. Orth) – Hirtlreiter (74. Ammari), Ivelj (74. Zimmerer), Gashi, Heiland (87. Mehring) – Stoßberger. Trainer: Unterberger

SpVgg Bayreuth: Zahaczewski – Brückner, Seidel, Schäffner, Lippert – Fesser (77. Markert), Schwarz, Lennerth (67. Zietsch), Sekulovic – George (67. Buchner), Scheder (79. Weimer). Trainer: Kling

Tore: 0:1 Sekulovic (13.), 1:1 Bahar (27., Foulelfmeter)

Schiedsrichter: Wörz (TSV Friesenried)

Zuschauer: 558;

Gelb: Zimmerer – Zahaczewski, Seidel

Besonderheit: Buchbachs Gashi scheitert mit Foulelfmeter an der Latte (6.).

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