Bild: Rocco Tavra setzt sich im Luftduell gegen Adem Imeri durch.

Kein Sieger zum Frühjahrsstart

Torloses Unentschieden der besseren Sorte

Es war wahrlich kein Schmankerl, aber es war auch beileibe keine fade Nullnummer – beim Wiederauftakt der Fußball-Regionalliga Bayern sahen 549 Zuschauer am Freitagabend zwei bemühte Mannschaften, die mit hoher Intensität den Gegner bekämpften: Am Ende teilten sich der TSV Buchbach und die SpVgg Greuther Fürth II in der SMR-Arena torlos die Punkte.

„Unterm Strich ein 0:0 der besseren Sorte, ich glaube, dass die Zuschauer absolut auf ihre Kosten gekommen sind. Beide Mannschaften hatten eine Vielzahl an Torchancen“, bilanzierte Buchbachs neuer Trainer Marc Unterberger die Ereignisse bei seinem Punktspieleinstand, den man aus Sicht der Rot-Weißen schon deswegen als gelungen ansehen kann, weil die Kernvorgabe erfüllt wurde. „Nach den vielen Gegentoren in der Vorbereitung war es uns extrem wichtig, dass hinten die Null steht“, zeigte sich Unterberger über die leidenschaftliche Abwehrarbeit seiner Mannschaft erleichtert.

Nach der dreimonatigen Winterpause erwischte das kleine Kleeblatt auf dem schwammigen Boden den etwas besseren Start, doch der amtierende Vizemeister sortierte sich trotz einiger Umstellungen relativ zügig: So ersetzte Benedikt Orth nach langer Verletzungspause den nach Regensburg abgewanderten Sascha Hingerl auf der Sechs, Rückkehrer Jonas Wieselsberger besetzte die für ihn eher ungewohnte Position des linken Außenverteidigers und Mittelstürmer Sammy Ammari bot Unterberger neben Albano Gashi auf der Acht auf.

„In der ersten Halbzeit hatten wir die klareren Chancen, bei denen wir auch in Führung gehen dürfen“, bewertete Unterberger die Möglichkeiten bei einem gefährlichen Distanzschuss von Gashi und zwei Kopfbällen von Ammari und Andreas Hirtlreiter, den Keeper Simon Hoffmann ebenso entschärfte wie den Gashi-Versuch. Den Kopfball von Ammari kratzte dagegen Kapitän Daniel Adlung noch von der Linie. Auf der anderen Seite traf Profi-Leihgabe Juan Cabrera in der Nachspielzeit der ersten Hälfte per Kopf nur den Pfosten.

Nach Wiederbeginn präsentierten sich die mit vier Mann aus dem Profikader verstärkten Gäste handlungsschneller und spritziger – da musste die Buchbacher Abwehr ordentlich malochen und Keeper Ludwig Zech die eine oder andere Glanzparade auspacken: Wie etwa in der 53. Minute gegen Marlon Fries oder gegen Cabrera (60.). Danach sammelten sich die Rot-Weißen aber wieder und hätten nun ihrerseits den entscheidenden Treffer erzielen können. Den schönen Schuss von Ammari konnte Christoph Meister gerade noch vor dem Einschlag abwehren (61.) und Tobias Stoßberger setzte seinen Kopfballversuch zu hoch an (63.).

Letztlich wohl ein gerechtes Remis, dass in den letzten 20 Minuten bei weiter nachlassenden Platzverhältnissen kaum noch konstruktive Aktionen heraussprangen, verwundert wenig. Und so war auch Fürths Coach Roberto Hilbert mit dem Remis zufrieden: „Wir nehmen den Punkt mit, besonders freut mich die Entwicklung meiner jungen Spieler. In der Vorrunde hätten wir so ein Spiel wahrscheinlich sogar verloren.“

Der TSV Buchbach, der neben dem angeschlagenen Daniel Muteba auch auf den gesperrten Kapitän Philipp Walter verzichten musste, hat den Abstand nach hinten gewahrt und kann jedenfalls auf der Leistung aufbauen. Nächsten Samstag geht es dann um 14 Uhr zum Tabellensechzehnten TSV Schwaben Augsburg, da sollen dann weitere Punkte aufs Konto wandern.

TSV Buchbach: Zech – Bahar, Hingerl, Tavra, Wieselsberger – Orth – Hirtlreiter (73. Mehring), Gashi (90. + 3 Zimmerer), Ammari (73. Ivelj) – Stoßberger. Trainer: Unterberger.

SpVgg Greuther Fürth II: Hoffmann – Fries, Meister, Scholz, König, Krautkrämer – Consbruch (71. Fazija), Adlung (81. Torres Farias), Cabrera – Imeri (88. Meyer), Hack (78. Okpalaike). Trainer: Hilbert.

Tore: Fehlanzeige

Schiedsrichter: Nouhoum (SC Oberweikertshofen)

Zuschauer: 549

Gelb: Gashi, Hingerl, Mehring – Scholz, Imeri, Fazija

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