Bild: Maximal bedient: Buchbachs Trainer Sven Zurawka.

Buchbacher Krise verschärft sich

Bittere 0:4-Niederlage am Freitag in Illertissen – Defensive erneut sehr wacklig

Vier Gegentore gegen Augsburg II, vier Gegentore am Freitag in Illertissen – der entthronte Tabellenführer TSV Buchbach ist in der Fußball-Regionalliga Bayern völlig außer Tritt geraten. Wie schon gegen Augsburg lagen die Buchbacher auch in Illertissen schon nach wenigen Minuten mit 0:2 in Rückstand und mussten am Ende die Heimfahrt mit einer bitteren 0:4 (0:2)-Pleite im Gepäck antreten.

„Für uns ist das schon ein Schlag ins Gesicht. Wir sind maximal schlecht reingekommen in die Partie, lagen schon nach drei Minuten durch zwei völlig vermeidbare Gegentore hinten. Wir haben das einfach zweimal unfassbar schlecht gemacht, wo wir den Gegner nicht richtig hatten oder zu früh rausstechen. Also genau die Themen, die wir in den letzten Spielen auch schon hatten“, ärgerte sich Buchbachs Trainer Sven Zurawka, dessen Team von Anfang an unter Druck geriet und in der 2. Minute das 0:1 kassierte, als Elidon Qenaj im Anschluss an eine Ecke am höchsten stieg und aus kurzer Distanz einköpfen konnte – das darf eigentlich in dieser Form bei einem ruhenden Ball so nicht passieren. Knapp zwei Minuten später durfte Illertissen erneut jubeln, als sich Denis Milic nach einem langen Ball behaupten konnte und Ludwig Zech aus spitzem Winkel das Nachsehen gab.

Buchbach in der Folge dann aber eigentlich die Mannschaft mit mehr Ballbesitz und mit einem guten Versuch von Romeo Ivelj, der sein Ziel nur knapp verfehlte (20.). Die Gäste mühten sich und erspielten sich auch immer wieder gute Szenen, aber was vor Wochen noch wie im Traum geklappt hat, funktioniert derzeit einfach nicht mehr: Und so geriet der Abschluss von Tobias Heiland zu zentral.

Nach dem Seitenwechsel konnte der eingewechselte Leo Kainz Milic gerade noch rechtzeitig stoppen (47.), auf der anderen Seite brachte Albano Gashi hinter seinen 16-Meter-Schuss zu wenig Wucht. Buchbach weiterhin die stärkere Mannschaft, aber nach vorne mit zu wenig Durchschlagskraft, während Illertissen auf Kontersituationen lauerte. In der 71. Minute konnte Kainz den durchgebrochenen Milic nur etwas zu rustikal stoppen, der Torjäger ging zu Boden, Schiedsrichter Elias Wörz zeigte auf den Punkt und Milic verwandelte nervenstark zum 3:0 für seine Mannschaft. Wiederum nur vier Minuten später tauchte Nino Cassaniti nach Doppelpass mit Milic allein vor Zech auf und überwand den Buchbacher Keeper mit einem platzierten Flachschuss neben den Pfosten erneut.

Selbst der mögliche Ehrentreffer durch Samed Bahar blieb den stets engagierten Gästen, die weiterhin den zweiten Platz einnehmen in der Folge verwehrt. Grundsätzlich muss sich das Defensivverhalten wieder schleunigst ändern, um beim Derby am kommenden Freitag gegen Burghausen nach fünf Spielen ohne Sieg wieder in die Erfolgsspur einbiegen zu können. „Ich bin ehrlich gesagt froh, dass wir nicht mehr ganz vorne sind und ein wenig aus dem Fokus gelangen. Das tut sicher dem einen oder anderen von uns ganz gut, wieder ein wenig geerdet zu werden“, schätzt Sportlicher Leiter Andreas Bichlmaier die Situation ein und fügt an: „Wir haben heute einfach keine Mittel gefunden. Ja, wir haben gerade eine etwas schwierige Phase, aber ich sage trotzdem: 28 Punkte nach 15 Spielen ist für uns immer noch außergewöhnlich und wir wissen das schon auch alles richtig einzuschätzen.“

FV Illertissen: Adamcyk – Deininger (81. Delikaya), Neuberger, Redler, Heckmann – Hasler (81. Kronenberg) – Cassaniti (81. Stojnovic), Hingerl, Milic, Wegmann (63. Atak) – Qenaj (74. Veselaj). Trainer: Khaled.

TSV Buchbach: Zech – Walter (46. Kainz), Zimmermann, Tavra (46. Erber), Dzemailji – Bahar – Wiedl (63. Sztaf), Gashi (77. Auerhammer), Ivelj, Heiland (63. Zimmerer) – Stoßberger. Trainer: Zurwaka.

Tore: 1:0 Qenaj (2.), 2:0 Milic (4.), 3:0 Milic (71., Foulelfmeter), 4:0 Cassaniti (75.);

Schiedsrichter: Wörz (TSV Friesenried);

Zuschauer: 328.

Gelb: Stojnovic – Kainz

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