Bild: Andreas Hirtlreiter und der TSV Buchbach haben auch in Vilzing eine Bauchlandung erlitten.
Dritte Pleite in Folge
0:3 in Vilzing nach Eigentoren von Stoßberger und Hingerl – Bei Buchbach ist der Wurm drin
Es läuft nicht mehr beim TSV Buchbach: Nach sieben Regionalliga-Spielen ohne Niederlage setzte es am Dienstag mit dem 0:3 (0:1) bei der DJK Vilzing vor 589 Zuschauern bereits die dritte Pleite in Folge für die Rot-Weißen – da ist eindeutig der Wurm drin, wie auch Trainer Marc Unterberger zähneknirschend feststellen muss: „Ich weiß gar nicht, wie viele gebrauchte Tage man als TSV Buchbach momentan haben kann.“
Individuelle Fehler, teilweise von haarstäubender Natur, haben die Buchbacher schon beim 1:4 in Aubstadt und beim 0:3 gegen Illertissen um Zählbares gebracht, in Vilzing erledigten die Rot-Weißen das Toreschießen für den Gegner selbst: Bei zwei Eigentoren von Tobias Stoßberger und Kevin Hingerl benötigten die Huthgarten-Kicker nur den Treffer von Andreas Jünger, um im achten Vergleich den siebten Sieg zu feiern, mit dem die Oberfranken den Klassenerhalt perfekt machten und tabellarisch an den Oberbayern vorbeizogen.
„Wir haben jetzt das dritte Spiel in Folge nach dem gleichen Muster verloren. Wenn heute jemand das Ergebnis ‚Vilzing gegen Buchbach 3:0‘ liest, dann sagt man Wahnsinn, was machen die Buchbacher im Moment gerade, wenn man das Spiel gesehen hat, sieht es wieder anders aus. Und das ist es, was mich gerade stört, weil wir in vielen Situationen selber verantwortlich sind, was gerade passiert“, moniert der Buchbacher Coach und führt an: „Nach vorne sind wir verantwortlich, weil wir sehr wenig daraus machen, was wir haben und nach hinten sind wir selber verantwortlich, weil wir uns die Dinger buchstäblich ins eigene Tor reinhauen.“
Nur einen Treffer konnte der amtierende Vizemeister in den letzten drei Begegnungen erzielen, kassierte aber im gleichen Zeitraum zehn Gegentore – eine mehr als fade Bilanz. In Vilzing nahm das Unglück bereits in der elften Minute seinen Lauf, als Tobias Stoßberger die Kugel nach einer Ecke beim Klärungsversuch unhaltbar in die eigenen Maschen lenkte. Auf der anderen Seite konnte Josue M’bila in einem abwechslungsreichen Match einen Kopfball nicht richtig drücken, ehe Jünger in der 20. Minute per Dropkick nur die Unterkante der Latte traf und Josef Gottmeier sein Visier etwas zu hoch eingestellt hatte. Die große Möglichkeit zum Ausgleich verhinderte Vilzings Keeper Fabian Eutinger in der 25. Minute, als er sich in den Schuss von Bene Orth warf, der von M’bila gut in Szene gesetzt worden war.
Auch nach dem Seitenwechsel hatte Jünger erneut Lattenpech, aber in der 65. Minute durfte der Vilzinger Mittelstürmer nach einer Kombination über Felix Weber und Erol Özbay, dessen Schuss Ludwig Zech prallen lassen musste, doch noch jubeln, als er nur noch den Fuß hinhalten musste, um die Kugel über die Linie zu schieben. Das bittere Ende vom Lied war dann eine missglückte Co-Produktion von Rocco Tavra und Kevin Hingerl, der mit einem unglücklichen Rückpass Zech zum dritten Mal das Nachsehen gab.
„Insgesamt aufgrund der klareren Torchancen ein verdienter Sieg“, freute sich Vilzings Trainer Thorsten Kirschbaum und lobte die Reaktion seiner Mannschaft nach der 0:3-Niederlage in Bayreuth. Auf Seiten der Rot-Weißen muss man jetzt auch auf eine klare Reaktion am Freitag um 19 Uhr gegen den FC Augsburg II hoffen – die Slapstick-Momente sollten zumindest für den Rest der Spielzeit schon aufgebraucht sein.
DJK Vilzing: Eutinger – Bezjak (87. Tiefgenbrunner), Kufner, Mihaylov, Härtl, Fambo (61. Haas) – Gottmeier (79. Grauschopf), Weber – Leipold (73. Sedlaczek) – Jünger, Özbay (83. Kordick). Trainer: Kirschbaum.
TSV Buchbach: Zech – Walter (81. Erber), Hingerl, Tavra, Orth – Bahar (62. Ammari) – Zimmerer (62. Hirtlreiter), Ivelj, Gashi, M’bila (72. Mehring) – Stoßberger. Trainer: Unterberger.
Tore: 1:0 Stoßberger (11., Eigentor), 2:0 Jünger (65.), 3:0 Hingerl (85., Eigentor);
Schiedsrichter: Hamper (VfR Katschenreuth)
Zuschauer: 589
Gelb: Mihaylov – Tavra, Orth
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