Bild: Für Kevin Hingerl kommt es heute zu einem Wiedersehen mit den ehemaligen Mannschaftskollegen.

Buchbach freut sich auf den Derbystart

Freitag um 19 Uhr müssen gegen Türkgücü München drei Punkte her – Brucia wieder dabei

Drittes Spiel des Jahres für den TSV Buchbach in der Fußball-Regionalliga Bayern: Am Freitag erwarten die Rot-Weißen um 19 Uhr in der SMR-Arena Türkgücü München und müssen dabei unbedingt drei Punkte einfahren, wenn nicht das Ziel Klassenerhalt in noch weitere Ferne rücken soll.

Für Kevin Hingerl und Albano Gashi, die ja in der Winterpause von Türkgücü zu Buchbach gewechselt sind, kommt es damit zu einem schnellen Wiedersehen mit einigen ehemaligen Mannschaftskameraden. Allzu viele aus der Stammmannschaft der Herbstrunde sind ja nach dem großen Schnitt bei Türkgücü nicht mehr übriggeblieben – insgesamt 14 Spieler haben den Verein mit den finanziellen Problemen in der Winterpause verlassen. Nicht dabei bei den Gästen ist auch Stammkeeper Sebastian Kolbe, der letzte Woche bei der 1:2-Niederlage gegen Aschaffenburg die rote Karte gesehen hat.

Türkgücü hat insgesamt viel Substanz eingebüßt, hat aber immer noch einen Kader, der mithalten kann, wie auch bei der knappen 0:1-Niederlage zum Auftakt gegen Aubstadt zu sehen war. Und auch beim Pokal-Viertelfinale in Seligenporten gegen den Drittligisten FC Ingolstadt stand zur Pause noch die Null, ehe sich der Favorit nach der zweiten Hälfte doch noch mit 5:0 durchsetzen konnte. Nach und nach kann Trainer Alper Kayabunar auch wieder auf länger verletzte Spieler setzen, wobei Benedict Laverty und Neuzugang Daniel Jelisic wohl noch nicht dabei sein können. Dagegen sollten Stefan Maderer und Azur Velagic, die gegen Aschaffenburg erkrankt gefehlt haben, wieder im Kader stehen.

Bei den Hausherren kehrt Christian Brucia nach abgebüßter Gelb-Rot-Sperre wieder zurück, Rotsünder Samed Bahar muss dieses Mal noch zuschauen. Ansonsten hat Buchbachs Trainer Aleksandro Petrovic bis auf die Langzeitverletzten alle Mann an Bord. Der Rekordspieler der Regionalliga Bayern hat Türkgücü bei der Niederlage gegen Aschaffenburg persönlich in Augenschein genommen, hat Stärken, aber auch Schwächen erkannt: „Die Mannschaft hat durchaus noch Qualität, aber die Abläufe aus dem Herbst passen halt noch nicht so ganz. Da müssen wir ansetzen.“

Ansetzen müssen die Buchbacher vor allem in der Offensive. „Wir müssen mehr Torgefahr entwickeln, wir müssen vorne durchschlagkräftiger werden. Bis 30 Meter vor dem Tor hat unser Spiel relativ gut ausgesehen, unser Problem war, dass wir die Räume, die wir hatten, nicht gut genutzt haben. Auch weil wir in diesen Räumen zum Teil schlecht positioniert waren “, so Petrovic, der nach der 0:2-Derbyniederlage in Burghausen doch arg ernüchtert war: „Das geht nicht spurlos an einem vorüber, das hat schon weh getan. Die Woche war deswegen schon anstrengend, aber irgendwo find ich dann immer wieder eine Quelle der Energie. Der Druck auf uns ist gewachsen, damit müssen wir umgehen können. Aber man kann es auch so sehen, dass Türkgücü gegen den Tabellenletzten auch Druck hat.“

Grundsätzlich erwartet Petrovic ein ganz anderes Spiel als in Burghausen: „Schon aufgrund der Platzverhältnisse wird es etwas rustikaler zugehen. Das ist ja bekannt.“

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