Bild: Für einige Spieler, wie Tizian Zimmermann, ist das Duell heute das erste Derby gegen Wacker.

Derbykracher unter Flutlicht in Buchbach

Freitagabend um 19 Uhr gegen Burghausen – Beide Mannschaften suchen nach der Form

Pflichtspiel-Derby Nummer 25 zwischen dem TSV Buchbach und dem SV Wacker Burghausen in der Fußball-Regionalliga Bayern: Es knistert vielleicht nicht mehr ganz so wie in den Anfangsjahren, aber natürlich ist es für beide Mannschaften, vor allem aber für die Fans, ein echtes Highlight-Spiel, wenn Freitag um 19 Uhr der Anpfiff in der SMR-Arena ertönt.

Für beide Mannschaften geht es in erster Linie darum die Negativerlebnisse der letzten Wochen aus den Klamotten zu schütteln: Der entthronte Tabellenführer aus Buchbach wartet seit fünf Runden auf einen Sieg, die Salzachstädter reisen mit zwei Unentschieden und einer Niederlage aus den letzten drei Begegnungen ins rund 60 Kilometer entfernte Buchbach. Während die Gastgeber zuletzt eine 0:4-Schlappe in Illertissen einstecken mussten, hatte Wacker am vergangenen Wochenende spielfrei und konnte neue Kräfte sammeln. „Die Vorbereitung läuft ja bereits seit Juni, das ist schon eine lange Zeit. Da tut es auch ganz gut, wenn man sich mal ein paar Tage nicht sieht. Umso schöner ist es, wenn man sieht, mit welcher Energie und Freude die Jungs wieder ins Training zurückgekommen sind“, sagt Burghausens Trainer und Ex-Profi Matthias Ostrzolek.

Spielfreude, Leichtigkeit und Energie waren auch die Schwerpunkte der letzten Tage bei den Gastgebern, die vor allem ihre Defensiv-Probleme der letzten Wochen in den Griff bekommen müssen: Zuletzt setzte es beim 1:4 gegen Augsburg II und beim 0:4 in Illertissen gleich acht Gegentreffer, meist bedingt durch eigene individuelle Fehler. „Die aktuelle Formtabelle zeigt natürlich schon gnadenlos auf, woran wir arbeiten müssen. Aber wir sind ja nicht Letzter und wir sind auch weit davon entfernt, alles schwarz zu malen. Aber wir müssen in und vor der Box wieder anders verteidigen“, fordert Buchbachs Trainer Sven Zurawka, der bis auf die Langzeitverletzten Leo Haas und Josue M’bila alle Mann an Bord haben sollte, zumal Daniel Muteba sein Gelbsperre abgebüßt hat.

Bei den Gästen ist Kapitän Felix Bachschmid nach seiner Muskelverletzung seit Anfang der Woche wieder im Trainingsbetrieb und auch Angreifer Marc Sodji bekommt seine Knie-Probleme allmählich in den Griff, so dass Ostrzolek bis auf den noch gesperrten Ferat Nitaj und den verletzten Elias Crößmann wohl die volle Kapelle an Bord hat.

„Buchbach hat schon sehr hohe Qualität im Kader“, weiß Ostrzolek, der sich sicher ist: „So schlecht wie die Ergebnisse aussehen war Buchbach in den letzten Spielen sicherlich nicht. Umgekehrt ist es vielleicht am Anfang der Saison auch zu gut gelaufen.“ Eine Erkenntnis, die er mit Buchbachs Abteilungsleiter Georg Hanslmaier teilt: „Wir haben wahrscheinlich im ersten Saisondrittel etwas überperformt. Und wenn man in dieser starken und ausgeglichenen Liga etwas nachlässt, dann wird das halt auch bestraft. Auch andere Mannschaften haben diese Phasen und natürlich haben sich die Gegner mit ihrer Spielweise auf uns besser eingestellt.“

Ostrzolek, der ja selbst mit Schwaben Augsburg schon ein paar Mal in Buchbach gespielt hat, erwartet ein rasantes Derby und schwierige Platzverhältnisse: „Jeder, der schon mal in Buchbach gespielt hat, weiß dass das nicht so angenehm ist. Wir haben zuletzt zweimal Unentschieden gespielt und werden jetzt nach Buchbach fahren, um unbedingt die drei Punkte zu holen und uns mit einem Auswärtssieg zu belohnen.“

Die Rot-Weißen haben da natürlich etwas einzuwenden und werden alles daran setzen, dass die drei Zähler in Buchbach bleiben. So oder so, es ist für die Zuschauer ein spannendes und intensives Duell angerichtet.

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